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Technisches Zeitmanagement und To-Do-Listen
Seit 4.000 Jahren verwenden wir das gleiche System, um unsere Aufgaben zu erledigen. Inzwischen verdoppelt sich aber das Wissen der Welt alle 5 bis 10 Jahre. Von manchen
neuen Möglichkeiten wurden wir völlig überrumpelt, etwa von der ständigen Erreichbarkeit übers Internet und die damit verbundenen Technologien. Praktisch über Nacht ist daraus eine Erwartungshaltung hinsichtlich unserer Reaktionsgeschwindigkeit entstanden, der wir mit unseren erlernten Verhaltensmustern nicht entsprechen können. Denn unsere Art, die Aufgaben zu strukturieren und zu bearbeiten, ist dieselbe wie vor 4.000 Jahren. Auch wenn wir sie heute meist in To-do-Listen festhalten.
Es ist völlig gleichgültig, ob Sie diese Listen per PC, per Smartphone oder auf Papier erstellen. Die Listen werden immer länger, denn sobald Sie einen Punkt abgearbeitet haben, kommen meist zwei neue dazu.
Die Bezeichnung der Liste verrät schon, was zu erwarten ist: eine Menge Arbeit. Wir wollen aber nicht mehr Arbeit, wir wollen Ergebnisse. Daher sollte auch unsere Liste „Ergebnisliste“ heißen. Wenn wir dagegen auf die Aufgaben fokussieren, bekommen wir immer mehr davon.
Erfolgreiche Menschen fragen sich nicht: „Was muss ich tun?“.
Sie stellen sich stattdessen folgende Fragen:
• Was will ich erreichen?
• Warum will ich es erreichen?
• Welche Schritte sind dazu notwendig?
Bei dieser Fragestellung konzentrieren wir uns nicht auf das, was wir tun müssen, sondern auf unser Ziel. Wir fokussieren nicht auf das „To-do“, sondern auf das gewünschte Ergebnis. Wohin wir unsere Aufmerksamkeit lenken, dorthin werden wir auch mit Hilfe unserer Gedanken, Worte und Werke geführt. Das Unterbewusstsein trägt seinen Teil dazu bei und freut sich ebenfalls auf die Ergebnisse, die ja Freude und Glück versprechen. Es unterstützt uns dabei, neue Wege zum Ziel aufzudecken, an die das Gehirn noch nicht gedacht hat. Es hat nämlich den klaren Befehl vom Gehirn, dieses Ergebnis zu erreichen. Somit arbeiten alle unsere Systeme auf das Ergebnis hin.
Konzentrieren wir dagegen unsere Aufmerksamkeit, unsere Handlungen und die Anweisungen an unser Unterbewusstsein auf To-do-Listen, wird zwar ein Punkt nach dem anderen erledigt, aber viele Möglichkeiten und Alternativen bleiben unentdeckt. Das liegt daran, dass aus dieser Perspektive nicht erkennbar ist, wohin die Reise gehen soll. Der Gesamtplan wird vom Unterbewusstsein nicht erfasst und so kann es uns auch nicht zu Lösungsvorschlägen verhelfen, sondern nur stupide Punkt für Punkt abarbeiten.

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